Jahrgang 2019
Öffnen
Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button

Liebe Leser,
es wird ja gerne über die vielen Baustellen in Brühl und die manchmal nur schwer nachvollziehbaren Planungen, die dahinter stecken, geschimpft. Aber es gibt auch Ausnahmen.

Ein Meisterstück an Planung und Ingenieurskunst konnten viele Menschen in Brühl in der Nacht vom 24. auf den 25. August erleben. Zu später Stunde wurde auf der Carl-Schurz-Straße gleich ein ganzes intaktes Gebäude – die ehemalige Milchbar – verpackt, auf einen Schwerlasttransporter gehoben und auf die Reise ins Freilichtmuseum nach Kommern geschickt. Dort ist die Milchbar tags drauf gut angekommen. Sie soll in zwei Jahren im Rahmen des „Marktplatz Rheinland” wiedereröffnet werden.


Auf Wiedersehen in Kommern 2021!
Die Nacht zum Tag machten viele Brühlerinnen und Brühler im August auf der Carl-Schurz-Straße. Anlass war der Abtransport der Milchbar. Das komplette Gebäude zog ins Freilichtmuseum nach Kommern um. Rund um den spektakulären Transport gab es ein spontanes abendliches Rahmenprogramm mit Gesangseinlagen, Wunderkerzen und guter Stimmung. In zwei Jahren wird die Milchbar dann in Kommern wieder zu besichtigen sein.

Der 1. FC Köln unternimmt einen neuen Anlauf, um sich nach sechs Abstiegen seit 1998 endlich wieder dauerhaft in der Bundesliga zu etablieren. Der Aufsteiger hat sich personell gut verstärkt und geht ambitioniert in die neue Saison. Die Elf des ebenfalls neuen Trainers Achim Beierlorzer konnte in den ersten drei Punktspielen überzeugen und in Freiburg auch den ersten Dreier einfahren.

Was ist für die Geißbockelf also diesmal drin? Kann sie sich aus dem Abstiegskampf heraushalten und vielleicht sogar positiv überraschen? Wir haben uns in der Brühler Innenstadt einmal umgehört und dabei auch einige Optimisten gefunden.




Andre Bach (re.):

Der FC wird im gesunden Mittelfeld um Platz 12 herum landen. Das Auftaktprogramm ist allerdings verdammt schwer. Danach kommen dann die Gegner, gegen die der FC punkten kann. Im Spiel gegen Dortmund hat die Mannschaft ihr Potenzial gezeigt und gut gespielt. Am Ende fehlten in der Partie die Körner.


Micka Berboth (li.):

Ich nehme jetzt den philosophischen Ansatz. Leben mit dem FC ist wie eine gute Ehe in guten und schlechten Zeiten. Die schlechten sind wieder vorbei, jetzt kommen die guten. Ich sage: Der FC landet im ersten Drittel.




Ralf und Isabelle Küpper:

Ich tippe auf Platz 13. Sie haben in den ersten Spielen gut mitgehalten und gezeigt, dass die Mannschaft viel Potenzial hat. Der neue Trainer Achim Beierlorzer macht einen guten Eindruck, aber er muss sich erst noch richtig einarbeiten.

Das Max Ernst Museum Brühl des LVR zeigt ab dem 15. September die in Deutschland bislang umfangreichste Ausstellung mit visionären Bildwelten des französischen Comiczeichners und Szenaristen Jean Giraud (1938-2012), der unter dem Namen „Moebius“ international bekannt geworden ist.
Moebius erforschte die Sphären der Träume und der Science-Fiction und inspirierte zahlreiche Filme etwa von George Lucas, Ridley Scott oder Hayao Miyazaki. In seinen Geschichten treffen utopische Architekturen und futuristische, menschenüberfüllte Megametropolen auf Wüstenlandschaften und schamanistische Reisen durch Raum und Zeit.

Am 27. September findet in St. Margareta in Brühl das erste Konzert des Oratorienchors unter der Leitung der neuen Dirigentin Judith Mohr statt. Auf dem Programm steht die „Petite Messe Solennelle“ von Gioachino Rossini. Solisten sind Marie Heeschen (Sopran), Andra Prins (Alt), Joachim Streckfuß (Tenor), Thomas Bonni (Bass) , Sebastian Breuing (Klavier) und Felix Schönherr (Harmonium).

Zum Abschluss des diesjährigen 18. Brühler Agenda-Marktes veranstaltet der Verein Sonderspaß e.V. am 14. September ein „inklusives Kölsche Leeder Open Air Konzert”. Ab 17 Uhr stehen Musiker aus Brühl und Umgebung sowie die „Jecken Öhrcher” aus Köln und Oly Blum auf der Bühne auf dem Markt.

„Das Besondere an dem Projekt ist das Normale”, sagt Bernhard Schumacher, der 1. Vorsitzende von Sonderspaß. „Jeder kann mitsingen, mitmachen oder einfach nur dabei sein, auf der Bühne oder im Publikum.” Der Brühler Bilderbogen hat sich mit Bernhard Schumacher (53) und seinem Stellvertreter Clemens Krämer (26) zum persönlichen Gespräch getroffen.

Aus der Chronik

1852/53 · Brühler Elisabethenverein
Mit Gründung des Elisabethenvereins durch Pfarrer Laurentius Berrisch beginnt die neuzeitliche Krankenpflege in Brühl. Wie in vielen anderen deutschen Städten kümmern sich die Vereinsfrauen um Bedürftige: Kinder, Arme, Kranke, Hungrige und Familien.


Statue von Elisabeth von Thüringen in der Kapelle des Marienhospital Brühl

1860 · Unterstützung naht
Um die ehrenamtlich tätigen Frauen zu unterstützen, holt der Vereinsvorstand Schwestern der „Armen Dienstmägde Jesu Christi“ (Dernbacher Schwestern) nach Brühl. Die drei Ordensschwestern beziehen ein Haus in der Burgstraße 18.

Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

Vor 125 Jahren
Marienhospital eingeweiht

Nur gut ein Jahr und vier Monate nach der Grundsteinlegung sah Oberpfarrer Richard Bertram am 18. September 1894 das von ihm initiierte und tat- und finanzkräftig vorangetriebene Projekt eines Krankenhauses für Brühl mit der feierlichen Einweihung des Marienhospitals an der Mühlenstraße von großen Erfolg gekrönt.
Der spätere Dechant und Ehrenbürger Brühls schuf damit die lebendige Grundlage für den bis heute andauernden Erfolg und die stete Erweiterung und Modernisierung des Krankenhausbetriebs in unserer Schlossstadt.

Unter der Leitung und Regie von Leokadia Thiess führt das Brühler Theater Team am 9. November um  20 Uhr sowie am 10.?November um 18 Uhr in der Galerie am Schloss in Brühl sein neues Stück „Bretter, die die Welt bedeuten”  von Jean Paul Alegre, auf.

Vom 16. September bis 5. Oktober zeigt die Brühlerin Heike Löhrer in der 1. Etage des Seniorenwohnheims Wetterstein ihre Fotoausstellung „Momentaufnahmen”.

In seiner Ausstellung im Brühler Kunstverein zeigt Thomas Kellner (geb. 1966) noch bis zum 22. September in der Alten Schlosserei des Marienhospitals, Clemens-August-Straße 24, seine Arbeit „Genius loci – Zwei Siegener im Zarenland”, die zum 290. Geburtstag Jekaterinburgs entstanden ist.