Jahrgang 2018
Öffnen
Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button

Brühler Bilderbogen November 2018

(tg) Dorothea Kares wurde 1963 in Bonn geboren und verbrachte viele Jahre ihrer Jugend im Ausland. Später studierte sie Gesang in Berlin und machte sich als Opernsängerin einen Namen. Konzerttourneen führten die Mutter von zwei Kindern neben dem europäischen Ausland auch nach Japan, auf die Philippinen, nach Nepal und Mittelamerika.

Seit zwanzig Jahren lebt die Sopranistin in Brühl. Seit dem Jahr 2000 unterrichtet sie Gesang an der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl. Darüber hinaus leitet sie das Seniorensingen im Johannesstift und seit zwei Jahren den Frauenchor „DeChor”. Und jetzt kommt eine weitere, wie Dorothea Kares sagt, „große Herausforderung” hinzu.

Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

Vor 80 Jahren
Terror und Pogrom in Brühl

Wie in vielen anderen Orten zogen auch in Brühl SA-Abteilungen durch die Stadt, drangsalierten und peinigten jüdische Mitbürger, zerstörten jüdische Geschäfte und steckten die Synagoge in Brand. Im Bericht der zu spät, und nur mit einem Löschschlauch eingetroffenen Brühler Feuerwehr wurde damals „Brandursache: elektrischer Kurzschluss“ vermerkt. Erst als das Feuer drohte, auf die umliegenden Gebäude überzugreifen, wurde man wirklich tätig, die Synagoge war da schon unrettbar verloren. Das im Jahre 1884 erbaute Gotteshaus an der Friedrichstraße wurde durch das gelegte Feuer so stark beschädigt, dass es abgerissen wurde.

Erschreckend auch, dass es in Brühl mehr als 25 Jahre dauerte, bis wenigstens eine kleine Gedenktafel an dieses schreckliche Geschehen erinnerte. Trotz der Bemühungen des Heimatkundlers Jakob Sonntag, der sich immer wieder für die Gestaltung einer würdigen Gedenkstätte einsetzte, dauerte es dann noch bis in die 90er Jahre, bis ein größer angelegtes und sichtbareres Mahnmal errichtet wurde.

Das Brühler ZOOM gehört auch 2018 zu den besten Kinos nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch in ganz Deutschland. Die ZOOM-Macher konnten in den letzten Tagen gleich zwei großartige Auszeichnungen für das beliebte Brühler Kino entgegen nehmen.

Am 15. Dezember ab 20 Uhr spielt das Brühler Musik-Duo Old Friends in der Kneipe „Zur Eule“ mit den 99 verschiedenen Bieren in Kierberg. Nach einem ereignisreichen Jahr mit Auftritten u.a. für die Kölner Tatort Kommissare, bei den Kierberger Herbst-Konzerten und in der Brühler Galerie werden die Old Friends ihren Jahresabschluss wieder in gewohnter Umgebung veranstalten und wie jedes Jahr den Zuhörern ein abwechslungsreiches Programm anbieten.

Am 15.?Dezember um 19 Uhr hat das neue Stück des Theater FunDaMental in der Galerie am Schloss Premiere. Unter der Regie von Axel Gehring kommt das Stück „Still Life” von Alexander Dinelaris zur Aufführung.

Der Oscar prämierte Drehbuchautor Dinelaris nimmt sich in seinem Stück die großen Lebensthemen vor: Freundschaft, Liebe, Sex, Abschied, Trauer, Vergänglichkeit, Würde. In den Stück geht es um Terry, der seinem Freund Jeff verspricht, dass er bei einer Fotoausstellung in New Yorks Künstlerviertel jede Menge „heiße Hühner in Cocktailkleidern” treffen und sie bei einem Gläschen Schampus gefügig machen kann. Tatsächlich trifft er auf Carrie Ann, eine junge Fotografin, die seit dem Tod ihres Vaters unter einer künstlerischen Blockade leidet.

„Willi Laschet – von den Anfängen zu den Kinoplakaten”
Dieter Schöddert zeigt zusammen mit dem Antiquariat Werner Clemens in seiner Galerie p77a, Pingsdorfer Straße 77a, vom 16. November bis 2. Dezember die Ausstellung „Willi Laschet – von den Anfängen zu den Kinoplakaten”.

Der Öffentlichkeit wird dabei erstmals eine Auswahl von Werken des Künstlers aus sieben Jahrzehnten präsentiert, die aus der Sammlung von Ursula und Günter Hentschke stammen, die der Antiquar Werner Clemens erworben hat.

Das Konzert am 18. November in St. Margareta gilt dem Gedenken der Opfer des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren und der Opfer der Pogromnacht vor 80 Jahren. Steve Dobrogosz versteht es mit wohlklingenden modernen Harmonien eine Stimmung zu erzeugen, die im Tiefsten anrührt und den Zuhörer durch das schwere Thema einer Totenmesse einfühlsam und tröstend führt. Außerdem singt der Chor drei a capella Werke von Eriks Esenvalds, die in ihrer schlichten Schönheit und angenehmen Tonsprache dem Requiem in nichts nachstehen.

In rund sechs Wochen ist Weihnachten. Es bleibt also noch viel Zeit für die Erledigung der Weihnachtseinkäufe, zumal die beliebten Weihnachtsmärkte auch noch gar nicht geöffnet haben. Trotzdem haben viele Menschen bereits damit begonnen, Geschenke für ihre Liebsten zu erwerben. Sie gehen planvoll vor und wollen Stress in der Vorweihnachtszeit vermeiden. Andere wiederum schieben das Thema vor sich her und ziehen erst kurz vor dem Fest los. Was für die einen stressig anmutet, ist für die anderen gar kein Problem.

Wir haben uns in der Brühler Innenstadt umgehört und von den Leuten erfahren wollen, wie sie es am liebsten halten. Lieber frühzeitig mit Muße einkaufen oder doch auf den letzten Drücker? Was ja auch nicht ausschließt, dass man kurz vor dem Fest nicht auch mit Muße einkaufen kann.




Ingeborg und Rolf Haschke:

Das machen wir nicht auf den letzten Drücker. Wir fragen frühzeitig nach, was sich unsere Enkelkinder im Alter zwischen 13 und 20 Jahren wünschen und überlassen den Eltern, wie wir uns daran beteiligen. Wir schenken uns auch gerne gemeinsame Unternehmungen. Und wir gehen zusammen auf Reisen, gönnen uns ein gemeinsames gutes Essen oder besuchen gemeinsam Konzerte in der Kölner Philharmonie. Weihnachten feiern wir zusammen in einer großen Runde mit elf Personen. Wir kochen zusammen, pflegen lieber den Familiensinn und überhäufen uns nicht mit Geschenken.

Liebe Leser,
der Jahresendspurt hat begonnen. In rund sechs Wochen steht das Weihnachtsfest vor der Tür, eine Woche später beginnt bereits das Jahr 2019. Auf die Stadt Brühl und ihre Bewohner kommen dann einige Herausforderungen zu. Wer sich schon in diesem Jahr in unserer schönen Stadt auf einer flächendeckenden Dauerbaustelle wähnte, wird in 2019 noch mehr Geduld aufbringen müssen. Denn der Abriss des Rathaus-Anbaus und die daraus resultierenden Einschränkungen werden uns noch einige Monate begleiten.



Eufonia schwerelos
Der Countdown läuft! Der Kartenvorverkauf für Eufonias neues Programm „schwerelos“ hat im Bio-Laden in der Carl-Schurz-Straße in Brühl begonnen. Mit ihrer Raumpatrouille Eufonia starten die Eufonisten völlig losgelöst in Klangwelten, die noch nie zuvor ein Mensch gehört hat. Auf der Kommandobrücke befindet sich erstmals Dorothea Kares als Steuerfrau. Ihr zur Seite steht bewährt der Piano-Klingone Joachim Jezewski. Die Rakete hebt ab in den Sternenhimmel am: 1. Dezember in der Galerie am Schloss (Premiere) und bei den Wiederholungen am 2. Dezember, 19./20. Januar, 9./10. Februar. Am 11./12. Mai schweben die Eufonisten in den Dorothea-Tanning-Saal des Max Ernst-Museums. Die Männerchor-Mission beginnt jeweils samstags um 20 Uhr und sonntags um 18 Uhr.
Wer ebenfalls mit abheben möchte, der sollte sich schnellstmöglich seine Tickets sichern (16 Euro/ermäßigt 8 Euro). Alle Informationen auch unter www.mgv-eufonia.de.